Sonntag, 28. Dezember 2008

Kirche in der Postmoderne 2

Kirche ist Kirche, "die auch schwach ist, […] und sich dessen nicht schämt,[…]" (S. 74)

Bemerkenswerter Punkt. Eine Kirche die zugeben kann dass sie vielleicht nicht die Organisationsstruktur hat, die notwendig wäre. Dass sie nicht ihre Mitarbeiter so ausbilden kann, wie es notwendig wäre. Eine Kirche die um ihre Schwachpunkte weiß, sie offen ansprechen kann, sich nicht dafür schämt, zuzugeben, dass sie sich auch selbst in einem Wachstumsprozess befindet. Das wäre wünschenswert. Gerade für uns. Wir dürfen zugeben dass das Fleisch schwach ist, selbst wenn der Geist willig ist. Aber die sich um des Evangeliums willen nicht schämt, selbst als zerstückeltes Ebenbild von Gottes Herrlichkeit, die Scherbenhaufen menschlicher Tragödien zu einem Mosaik zusammenzusetzen in dem Gottes Herrlichkeit in dem Zerbrochenen sichtbar wird. Worauf man stolz sein kann.

Ich lese grad folgendes Buch "Kirche in der Postmoderne" hrsg. Von Martin Reppenhagen und Michael Herbst, erschienen bei Neukirchner 2008. Hier werde ich versuchen meine wichtigsten Gedanken dazulegen.


Mittwoch, 24. Dezember 2008

Menschen bei Maischberger

Ist Glaube relevant? Sind Kirchen nur das unterscheiden von Pepsi Cola und Coca Cola? Wer will Cola wenn er Bionade haben könnte? Spiegel-Autor Henryk M. Broder und das Kreuz mit dem Glauben: Gott ja, Kirche nein. Maischberger hatte eine illustre Runde geladen, und man fragte sich was ist die Quintessenz dieser Talkrunde? Viele Punkte wurden angerissen und (fach)polemisiert.

Fragt man danach, was diese Talkshow der Welt durch ihre Ausstrahlung gebracht hat, kommt man zu einem bemerkenswerten Fazit. Wahrscheinlich hat Gott sich nicht wie Broder meinen würde in einer Kaffeepause befunden, sondern wahrscheinlich hat er ein schmunzelndes Lächeln dafür übrig gehabt. Was haben wir gelernt?
1. Gott hat Humor. Kirche sollte auch Humor haben. Kerner grüßt.
2. Kirchen streiten sich um lächerliche Dinge. z.B. Frauen im geistlichen Dienst. Eine Kirche die sich darüber streitet wird auch keine Ressourcen haben für wichtige Dinge. Ueberschär und von Thurn und Taxis grüßen.
3. Polemisieren ist total einfach. Broder grüßt.
4. Man sollte nochmal erwähnen, dass Bibeltexte auch gerne in ihrem Zusammenhang gesehen werden würden. Imkamp grüßt.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Kirche in der Postmoderne 1

>> Das christliche Erleben ist […] zunehmend "katholisch" geworden. << (S.28)

Die katholische Kirche als wichtigste Eigenschaft des Christentums. Alles was die katholische Kirche macht, wird auf das Christentum verallgemeinert. Katholische Kirche als autorisierter Klassensprecher des Christentums.

Wie erklären wir uns diese Entwicklung? Sicherlich mit einer guten Medienpolitik des Vatikans. Vielmehr allerdings durch das Interesse der Medien am Vatikan. Der Vatikan hat mit seinen symbolischen Handlungen und opulenten Bildern genau das geboten, was die Leute sehen wollten. Durch die mediale Aufbereitung ist nun eben diese Anschauung entstanden.

Was machen wir mit dieser Entwicklung? Es ist wichtig dass wir die Entwicklung, sowie auch die katholische Kirche kennen. Wenn wir nicht auch positiv von der katholischen Kirche reden können, diskreditieren wir uns hier. Eine gesunde Ausgewogenheit der öffentlichen Gewichtung der katholischen Kirche sollte von unserer Seite erfolgen. Ich rede am liebsten von der Begeisterung für Jesus die man in dem Buch von Benedikt erleben kann. Gerade diese Begeisterung hat mich angesteckt. Darüber spreche ich gerne. Auch rede ich gerne über "heilige Räume". Ich finde es toll dass man von der katholischen Kirche heutzutage lernen kann, dass es wichtig ist gewisse Räume zu haben, an denen es nur um Gott und mich geht. Die Bedeutung der Stille vor Gott.


Ich lese grad folgendes Buch "Kirche in der Postmoderne" hrsg. Von Martin Reppenhagen und Michael Herbst, erschienen bei Neukirchner 2008. Hier werde ich versuchen meine wichtigsten Gedanken dazulegen.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Kirche auf der Suche nach Relevanz

Was wäre wenn Starbucks ein Erscheinungsbild wie eine Kirche haben würde? Wie würde das aussehen? In diversen Blogs wurde ja schon das Video hochgejubelt.





 

Doch was steckt hinter diesem Video? Auf den ersten Blick scheint die dahinterliegende Website http://www.beyondrelevance.com wie ein Verkaufsinstrument für ein Buch. Und das ist sie natürlich auch. Doch gibt der Autor auch auf der Website Einblicke in seine Gedankenwelt. Mit dem Kurzfilm möchte er verschiedene Dinge demonstrieren. Angefangen von der Bedeutung von reservierten Parkplätzen vor der Eingangstür, ein Problem was ich nur aus Amerika kenne, bis zu dem Erscheinungsbild eines Logos der Kirche. Hier stellt er fest dass nirgendwo ein einheitlicher Umgang damit betrieben wird. Schön ist seine "Streitschrift" gegen die Schriftart "Comic Sans MS". Hier stellt er fest dass es halt Zeiten gab, in denen bestimmte Schriftarten angesagt waren. So wie vor 10 Jahren eben diese Schriftart. An manchen Kirchen scheint diese Entwicklung der Vergänglichkeit von Schriftarten vorbeigegangen zu sein. Doch ist eine Schriftart wie "Comic Sans MS" im öffentlichen Bewusstsein halt auch 10 Jahre alt. Und somit ist die Kirche die damit wirbt auch von vor 10 Jahren.

Aber er beschränkt sich durchaus nicht auf das graphische Erscheinungsbild. Auch die Art und Weise wie sich die Kirchgänger verhalten, wie sie laufen, wie sie mustern, wie sie reden im normalen Gespräch oder in der öffentlichen Rede wird auf die Schippe genommen.

Was man auch im Kurzfilm sehen konnte, ist das diese Starbucks-Filiale auch ein "Bekehrungs-Konzept" aushängen hat, wie sie andere Leute zu Kaffeetrinkern machen möchte. Dies gab schließlich den Ausschlag zum Verlassen des Gebäudes. Hier habe ich mich an ein Prinzip erinnert, dass ich bei Mosaik kennengelernt habe. Keiner will sich bekehren lassen, jeder will ernstgenommen werden.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Adventskalender

Es gibt ja im Internet verschiedene Adventskalender. Manchmal mit mehr oder weniger Niveau.

Ich hab jetzt einen gefunden, der dem ganzen einen wissenschaftlichen Touch verleiht:

http://www.ruhr-uni-bochum.de/php-bin/adventskalender-2008.php

Viel Spaß.

Dienstag, 25. November 2008

Obamania

Bei Bush ist es noch einfach gewesen. Das Feindbild des Antichristens auf die USA bezogen, war für jeden glaubhaft. Bush war ein Feindbild. Nun haben sie Obama gewählt die Amerikaner. Ein Sympathieträger. Verschwindet hiermit ein Feindbild?

Im Vorfeld wurde von einigen adventistischen Geschwistern aus den USA gemeint, im Falle einer Wahl Obamas setzt die Prophezeiung einfach ein paar Jahre aus. Danach wird es eben weitergehen.

Nun ist die Stimmung anscheinend umgeschlagen.

Obama wird jetzt mehr noch als Bush als Antichrist von ihnen gesehen. Sie sehen in ihm einen Pseudomessias, einen Volksverführer, der die Fähigkeit die Massen mitzureissen hat.

Seine Reden werden als Predigten bloßgestellt, und auf die Reaktion seiner Aufrufe ist man schon ein wenig neidisch.

Mit diesem Präsidenten kann sich also die von ihnen erhoffte Weltregierung von USA und Vatikan erfüllen.

Wünschenswert wäre, wenn ihre spezielle Wiederkunftserwartung, sie nicht daran hindert die hoffnungsvolle Botschaft des Kreuzes weiter zu erzählen.

Montag, 24. November 2008

Generationsübergreifende Kommunikation

Eine Kirche in den USA.
Haben Das Video als Einstieg gewählt für eine studentische Herbst-Besinnungswoche unter dem Motto:"You've Got Talent."
Sie brauchten ein großartigen Ice-breaker für den Anfang, um die Leute auf den Geschmack zu bringen, und sie dachten, mit diesem Video Anschauungsunterricht über Medienauswahl geben zu können. Sie dachten es ist vielleicht ein bischen gruselig, wenn man seine Großeltern oder Leute in dem Alter ihre Lieder singen hört.
Was sie feststellten war das es ein großartiges generationenübergreifendes Projekt wurde. Es hat sozusagen das Eis zwischen jung und alt gebrochen.

Wäre dies auch mal für uns eine Möglichkeit?