Michael Herbst erläutert in seinem abschließenden Beitrag "Geistliche Führung in der Kirche der Postmoderne". Hierbei legt er Wert auf vier Punkte: (S. 244ff)
- Postmoderne geistliche Führer lernen sich selbst der Führung des Geistes anzuvertrauen. Sie leben etwas, was alles andere als vollkommen ist, aber mir allen Brüchen erkennbar in der Nähe des Gekreuzigten und Auferstandenen verweilt. Integrität wächst geistlichen Führern zu durch Spiritualität, verstanden als Bereitschaft, sich vom Geist Gottes in jeder Beziehung formen zu lassen.
- Postmoderne Führungspersonen teilen Visionen mit anderen, sie entdecken sie vielmehr gemeinsam mit anderen. Ihre Aufgabe ist es die von Gott geschenkten Visionen in der Gemeinde lebendig zu halten. Eine Vision ist nie der einsame Traum eines Führers.
- Sie haben erkannt, dass Teams von Führungskräften mehr erfassen, mehr wissen und erfolgreicher reagieren können. Sie haben begriffen dass sich verschiedene Führungsaufgaben niemals in einer Person, schon gar nicht in der eigenen, vereinigt werden sollten. Vielmehr widmen sie dem Aufbau und der Pflege von guten Teams einen erheblichen Teil ihrer Zeit und Kraft. Diese Teams geben sie frei zu eigenständigem, mündigem Handeln.
- Postmoderne geistliche Leitung stärkt Menschen, sich mit den Gaben, die Gott ihnen geschenkt hat, in der Gemeinde und im Dienst der Gemeinde an der Gesellschaft sich einzusetzen. Pastoren sehen nicht die Sünde im Menschen, sondern vielmehr die Möglichkeiten desjenigen. Sie locken zum Vertrauen zu Jesus hin. Sie müssen nicht im Vordergrund stehen.
Ich lese grad folgendes Buch "Kirche in der Postmoderne" hrsg. Von Martin Reppenhagen und Michael Herbst, erschienen bei Neukirchner 2008. Hier werde ich versuchen meine wichtigsten Gedanken dazulegen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen