"Die Gemeinde als geistliche Heimat, als Ort, an dem Glaube Wurzeln schlagen kann, als Bio-top, wörtlich: Lebens-Ort für den Glauben. Es spricht viel dafür, dass gerade die Unüberschaubarkeit des gesellschaftlichen wie des kirchlichen Pluralismus einen nicht zu unterschätzenden Anteil daran hat, dass das Bedürfnis nach geistlicher Beheimatung steigt. Je unwirtlicher das gesellschaftliche, bisweilen auch das familiäre und kirchliche Umfeld für den christlichen Glauben empfunden wird, umso mehr steigt dieses Bedürfnis. Die Grenze liegt dort, wo aus dem Biotop das ausgegrenzte und abgegrenzte Reservat wird – möglicherweise sogar in der Annahme christliches Leben sei nur in solchen Sonderräumen möglich. Mit anderen Worten: Der missionarische Auftrag begrenzt den berechtigten Wunsch nach Beheimatung." (S.151f.)
Manchmal kommt es mir vor als hätten wir die Grenzen des Bio-tops Adventgemeinde schon überschritten. Vielfach wird es sogar propagiert sich zu separieren. Manchmal wird es sogar noch innerhalb unserer Kirche ganz offen gemacht.
Der missionarische Auftrag begrenzt den Wunsch nach Sonderräumen. Er führt nicht in Sonderräume, sondern in die Gemeinschaft aller Gläubigen mit Christus. Lasst uns beim Abendmahl mit Christus nicht streiten, ob wir das "schwarzgelbe" oder das andere Handtuch nehmen sollten.
Wir haben einen Wunsch nach Beheimatung. Zu Recht. Im Himmel ist das und wird das sein.
Ich lese grad folgendes Buch "Kirche in der Postmoderne" hrsg. Von Martin Reppenhagen und Michael Herbst, erschienen bei Neukirchner 2008. Hier werde ich versuchen meine wichtigsten Gedanken dazulegen.
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